Sexualität
Sexualität ist ein zentraler Teil des menschlichen Erlebens – und doch oft mit Scham, Ängsten oder Blockaden verbunden. In meiner systemisch-psychodynamisch ausgerichteten Sexualtherapie gehen wir diesen Themen ohne Bewertung und mit Tiefe nach.
Sexualtherapie – psychodynamisch und systemisch
Sexualität ist ein mächtiger Motor für Veränderung – weil sie uns mit unseren tiefsten Ängsten, Sehnsüchten und Werten konfrontiert. Viele Menschen erleben:
- Scham oder Schuldgefühle im Zusammenhang mit Lust.
- Unzufriedenheit in Beziehungen oder mit dem eigenen Körper.
- Ängste vor Intimität oder Ablehnung.
- Blockaden nach traumatischen Erfahrungen.
Sexualität ist mehr als körperliche Lust – sie ist eng verknüpft mit Selbstwert, Macht, Gesellschaft und Freiheit. Sie ist vielfältig, norm- und (be-)wertungsfrei.
Ich verstehe Sexualität nicht nur als individuelles, sondern auch als gesellschaftliches Thema. Denn: Demokratie beginnt mit der Freiheit zur körperlichen Selbstbestimmung.
Sexualtherapie: Für wen?
Sexualtherapie richtet sich an alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung oder Beziehungsform. Besonders willkommen sind:
- Einzelpersonen, die ihre sexuelle Identität oder Begehrensstrukturen besser verstehen wollen.
- Paare oder nicht-normative Konstellationen (z. B. Polyamorie, offene Beziehungen), die an ihrer Kommunikation, Konsensfindung oder Intimität arbeiten wollen.
- Menschen, die Traumata, Scham oder Blockaden im Zusammenhang mit Sexualität erlebt haben.
- Personen, die ihre sexuelle Selbstbestimmung stärken möchten – sei es nach Krankheit, in Lebensübergängen oder im Rahmen von Coming-out-Prozessen.
Sexualtherapie: Wie läuft die Therapie ab?
- Erstgespräch: Kennenlernen, Klärung Ihrer Anliegen und Ziele.
- Individuelle Vereinbarung: Wir legen den Fokus fest – ob Einzel-, Paar- oder Gruppensetting.
- Arbeit an Mustern: Identifikation von Wiederholungsmustern (z. B. in Beziehungen oder Selbstwahrnehmung).
- Ressourcenaktivierung: Stärkung Ihrer eigenen Handlungsmöglichkeiten und Selbstbestimmung.
- Gesellschaftlicher Kontext: Reflexion über Normen, Machtstrukturen und Externalisierungen (z. B. „Bin ich zu viel / zu wenig / anders?“).
In der Therapie geht es nicht darum, ein „funktionierendes“ Sexualleben zu erreichen, sondern eine authentische, befriedigende, konsensuale und selbstbestimmte Sexualität zu leben.
Häufige Fragen sind:
- „Wer bin ich – und was / wen begehre ich wirklich?“
- „Wie kann ich meine Bedürfnisse konsensuell und befriedigend leben?“
- „Was ist Konsens, wie wird er hergestellt und klar kommuniziert?“
- „Welche gesellschaftlichen Normen belasten mich – und wie kann ich mich davon befreien?“
- „Wie kann ich sexuelle Vielfalt kennenlernen und erleben?“
- „Wie kann ich meinen Körper besser kennenlernen?“ Denn: Körperwissen ist Macht über sich selbst und eine wichtige Voraussetzung für eine selbstermächtigende und selbstbestimmte Sexualität.
Mein Ansatz: Queerfreundlich, sexpositiv, psychodynamisch
- Queerfreundlich: Ich bejahe und unterstütze alle Formen von Diversität – ob LGBTQIA+, nicht-monogame Lebensentwürfe oder nicht-normative Körperbilder.
- Sexpositiv: Sexualität ist natürlich, vielfältig und wertvoll – frei von Scham oder Pathologisierung.
- Psychodynamisch: Wir schauen nicht nur auf Symptome, sondern auf unbewusste Muster, frühe Prägungen sowie innere Konflikte, die Ihr Erleben heute beeinflussen.
- Traumasensibel: Falls Sie sexuelle Gewalt, Vernachlässigung oder andere Traumata erlebt haben, arbeiten wir achtsam und ressourcenorientiert.
Gruppen, Erfahrungsraum & Selbstentwicklung
Psychodynamische Psychotherapie in interaktionellen Gruppen (nach Bion, Yalom und Foulkes) richtet sich an Menschen mit psychischen Erkrankungen. Die Gruppe dient als sicherer Erfahrungsraum für Selbstentwicklung.
ADHS, Hochbegabung & Co
Hochbegabung, ADHS/ADS und Hochsensibilität – vor allem in der weiblichen Lebensrealität – stehen im Fokus. Das Gefühl, anders zu sein, nicht zu passen oder nicht dazuzugehören, ist weit verbreitet. Frühe Bewältigungsmechanismen können zu Mustern führen, die das heutige Erleben prägen.
Identität, Lust & Selbstbestimmung
Sexualtherapie richtet sich an alle. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie:
Wer bin ich und was / wen / wie begehre ich?
Wie kann ich meine Bedürfnisse konsensuell leben?
Sexuelle Selbstbestimmung wird dabei nicht nur individuell, sondern auch gesellschaftlich gedacht: Demokratie beginnt mit der Freiheit zur körperlichen Selbstbestimmung.
Kommunikation, Trauma & Konsens
Beziehungen sind mehr als Zweisamkeit – sie sind Spiegel, Herausforderung und Chance für Wachstum. Für Paare, Gruppen oder nicht-normative Konstellationen geht es um Kommunikation, die Bearbeitung von durch Trauma geprägten Wiederholungsmustern und Konsens als Grundlage für gesunde Dynamiken. Im Mittelpunkt steht eine freie, selbstbestimmte und konsensuelle Gestaltung von Beziehungen.


