Neurodiversität
Neurodiversität beschreibt die natürliche Vielfalt wie Menschen denken, fühlen und handeln. Mein Fokus liegt auf ADHS und Hochbegabung bei Erwachsenen, und auch andere neurodiverse Menschen sind bei mir willkommen.
ADHS und Hochbegabung sind keine Defizite, sondern andere Formen des Erlebens. Viele Betroffene – besonders Frauen und Menschen aus Minderheiten – kennen das Gefühl nicht dazuzugehören. Oft haben sie früh gelernt sich anzupassen, was in der Gegenwart zu belastenden Mustern führen kann.
Bei Minderheiten wird ADHS in der Kindheit und im Lebensverlauf seltener diagnostiziert. Dies führt zu einer Verformung des Selbst (oft wird von Maskierung oder Anpassung gesprochen), was zu verschiedenen somatischen und psychischen Erkrankungen führen kann.
Dies nach erfolgter Diagnostik gemeinsam zu betrachten macht den Weg frei für einen freundlichen Blick auf die Vergangenheit: Zu erkennen, welche Herausforderungen bewältigt wurden und wieviel Kraft jetzt, wo Akzeptanz statt Kampf ist, für die eigene Entwicklung zur Verfügung steht – das ist Empowerment und Selbstermächtigung pur!
Bei ADHS setze ich auf eine mentalisierungsbasierte und behavioristische Herangehensweise kombiniert mit psychodynamischen Elementen:
- Verstehen (mentalisieren): Wie frühe Erfahrungen das heutige Erleben beeinflussen.
- Handeln (behavioristisch): Akzeptanz und Commitment für gesunde Strategien im Alltag.
- Stärken (psychodynamisch): Räume der Anerkennung und Begegnung – ressourcenorientiert und wertungsfrei.
Neurodiversität ist Vielfalt – keine Störung.
Gleichwohl ist die Wahrscheinlichkeit beim Vorliegen von Neurodiversität eine psychische Erkrankung im Laufe des Lebens zu entwickeln um ein Vielfaches erhöht. Dem gilt es sich zu widmen und durch eine professionelle Behandlung eine Reduzierung der Symptomatik zu erreichen. Mein Ansatz macht Stärken sichtbar, lockert belastende Muster und ermöglicht einen selbstbestimmten Alltag und ein selbstbestimmtes zufriedenstellendes Beziehungserleben.
Neurodiversität ist eine andere Form des Seins. Sie hat ihren Platz. Ganz selbstverständlich.
Gruppen, Erfahrungsraum & Selbstentwicklung
Psychodynamische Psychotherapie in interaktionellen Gruppen (nach Bion, Yalom und Foulkes) richtet sich an Menschen mit psychischen Erkrankungen. Die Gruppe dient als sicherer Erfahrungsraum für Selbstentwicklung.
ADHS, Hochbegabung & Co
Hochbegabung, ADHS/ADS und Hochsensibilität – vor allem in der weiblichen Lebensrealität – stehen im Fokus. Das Gefühl, anders zu sein, nicht zu passen oder nicht dazuzugehören, ist weit verbreitet. Frühe Bewältigungsmechanismen können zu Mustern führen, die das heutige Erleben prägen.
Identität, Lust & Selbstbestimmung
Sexualtherapie richtet sich an alle. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie:
Wer bin ich und was / wen / wie begehre ich?
Wie kann ich meine Bedürfnisse konsensuell leben?
Sexuelle Selbstbestimmung wird dabei nicht nur individuell, sondern auch gesellschaftlich gedacht: Demokratie beginnt mit der Freiheit zur körperlichen Selbstbestimmung.
Kommunikation, Trauma & Konsens
Beziehungen sind mehr als Zweisamkeit – sie sind Spiegel, Herausforderung und Chance für Wachstum. Für Paare, Gruppen oder nicht-normative Konstellationen geht es um Kommunikation, die Bearbeitung von durch Trauma geprägten Wiederholungsmustern und Konsens als Grundlage für gesunde Dynamiken. Im Mittelpunkt steht eine freie, selbstbestimmte und konsensuelle Gestaltung von Beziehungen.


